Orderdevil -Lieferengpässe vermeiden – Nur für Apotheken https://orderdevil.de Wed, 13 Sep 2023 15:52:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.7.2 Arzneimittelengpässe in Süddeutschland: Ein dringender Appell für Maßnahmen https://orderdevil.de/2023/09/13/arzneimittelengpaesse-in-sueddeutschland-ein-dringender-appell-fuer-massnahmen/ https://orderdevil.de/2023/09/13/arzneimittelengpaesse-in-sueddeutschland-ein-dringender-appell-fuer-massnahmen/#respond Wed, 13 Sep 2023 15:47:57 +0000 https://orderdevil.de/?p=421 […]]]>

Die süddeutschen Länder Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen haben kürzlich an die Bundesregierung appelliert, entschlossen gegen die zunehmenden Arzneimittelengpässe vorzugehen. Die Versorgungssituation droht sich ohne zusätzliche Maßnahmen weiter zu verschlechtern. In diesem Blog-Artikel werden wir die vorgeschlagenen Lösungsansätze und die Reaktion der Bundesregierung darauf diskutieren.

Die aktuelle Situation

Die Engpässe bei der Arzneimittelversorgung sind ein wachsendes Problem, das nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte und Apotheker betrifft. Die Gründe für die Engpässe sind vielfältig und reichen von Produktionsproblemen bis hin zu Handelsbeschränkungen.

Vorgeschlagene Lösungsansätze

Die Gesundheits- und Wirtschaftsminister der vier süddeutschen Länder haben mehrere Lösungsansätze vorgeschlagen:

Reduzierung der Abhängigkeiten von Drittstaaten

Die Abhängigkeit von Arzneimittelimporten stellt ein erhebliches Risiko dar. Eine Möglichkeit, dieses Risiko zu minimieren, besteht darin, die inländische Produktion von Arzneimitteln zu fördern.

Stärkung der heimischen pharmazeutischen Produktion

Neben der Reduzierung der Abhängigkeit von Drittstaaten ist es ebenso wichtig, die heimische pharmazeutische Industrie zu stärken. Dies könnte durch wirtschaftspolitische Maßnahmen wie Steuervergünstigungen oder Subventionen erreicht werden.

Verbesserung der Rahmenbedingungen für die klinische Forschung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung der klinischen Forschung. Durch verbesserte Rahmenbedingungen könnten neue Medikamente schneller entwickelt und zugelassen werden.

Reaktion der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat bereits auf den Appell reagiert und neue Regelungen eingeführt. Eine davon ist die Pflicht zu mehrmonatigen Vorräten bei vielgenutzten Arzneimitteln. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen ausreichen werden.

Die Arzneimittelengpässe in den süddeutschen Ländern sind ein ernstes Problem, das dringend angegangen werden muss. Die vorgeschlagenen Lösungsansätze bieten einen guten Ausgangspunkt für weitere Diskussionen und Maßnahmen. Es ist jetzt an der Zeit, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten, um eine nachhaltige Lösung für dieses drängende Problem zu finden.

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Die Zukunft der Apotheken in Deutschland https://orderdevil.de/2023/06/23/die-zukunft-der-apotheken-in-deutschland/ https://orderdevil.de/2023/06/23/die-zukunft-der-apotheken-in-deutschland/#respond Fri, 23 Jun 2023 07:55:56 +0000 https://orderdevil.de/?p=413 […]]]>

Wie können sie dem Druck standhalten?

Die Digitalisierung hat die Art und Weise, wie Geschäfte getätigt werden, in vielen Branchen verändert, und die Apothekenbranche bildet da keine Ausnahme. In Deutschland stehen Apotheker vor der Herausforderung, ihre traditionellen Geschäftsmodelle an die neuen digitalen Möglichkeiten anzupassen. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die Chancen, Herausforderungen und Auswirkungen der Digitalisierung in deutschen Apotheken.

1. Die Chancen der Digitalisierung:
Die Digitalisierung bietet den Apotheken eine Vielzahl von Chancen. Durch den Einsatz von Online-Plattformen und Apps können Apotheken ihre Reichweite erweitern und Kunden außerhalb der unmittelbaren Umgebung erreichen. Zudem ermöglicht die Digitalisierung die Einführung neuer Services wie Online-Beratung, automatische Medikamentenbestellungen und elektronische Rezepte. Diese Chancen eröffnen den Apotheken neue Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung und Kundengewinnung.

2. Herausforderungen für deutsche Apotheken:
Die Digitalisierung bringt jedoch auch einige Herausforderungen mit sich. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, den Datenschutz und die Datensicherheit zu gewährleisten. Da Apotheken sensible Patientendaten verwalten, ist es von entscheidender Bedeutung, dass diese Informationen sicher und geschützt sind. Zudem stehen Apotheken in Konkurrenz zu Online-Versandapotheken, die oft niedrigere Preise und eine größere Produktauswahl bieten können. Apotheken müssen daher Wege finden, um sich von der Online-Konkurrenz abzuheben und ihren Mehrwert zu betonen.

3. Auswirkungen auf das Apothekengeschäft:
Die Digitalisierung hat bereits spürbare Auswirkungen auf das Apothekengeschäft. Einerseits ermöglicht die Automatisierung von Prozessen eine effizientere Arbeitsweise und eine bessere Nutzung von Ressourcen. Andererseits könnte die wachsende Beliebtheit von Online-Apotheken zu einem Rückgang des Kundenstroms in Vor-Ort-Apotheken führen. Apotheker müssen daher innovative Wege finden, um ihre Kundenbindung zu stärken und ein personalisiertes Kundenerlebnis zu bieten.

4. Der Weg in die digitale Zukunft:
Um die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen, müssen Apotheker in moderne Technologien investieren und ihr Personal entsprechend schulen. Es ist wichtig, dass Apotheken den Kontakt zu ihren Kunden nicht vernachlässigen und weiterhin auf persönliche Beratung und individuelle Betreuung setzen. Durch eine sinnvolle Kombination von digitalen Angeboten und persönlichem Service können Apotheken ihre Position stärken und den Bedürfnissen der Kunden gerecht werden.

Fazit:
Die Digitalisierung bietet deutsche Apotheken sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Es liegt in der Hand der Apotheker, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen und sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Durch eine intelligente Kombination

von digitalen Angeboten und persönlichem Service können Apotheken weiterhin eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen spielen und ihre Kunden zufriedenstellen. Die Digitalisierung ist eine Chance für die Apothekenbranche, sich weiterzuentwickeln und den Anforderungen der modernen Zeit gerecht zu werden.

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Engpässe bei Medikamenten https://orderdevil.de/2023/05/29/engpaesse-bei-medikamenten/ https://orderdevil.de/2023/05/29/engpaesse-bei-medikamenten/#respond Mon, 29 May 2023 12:19:22 +0000 https://orderdevil.de/?p=402 […]]]> Über ein Drittel der Deutschen hat Probleme beim Arzneimittelkauf erlebt

Über ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland hat laut einer Umfrage zuletzt Schwierigkeiten beim Kauf von Medikamenten erlebt. Fiebersäfte, Antibiotika und Brustkrebsmittel sind immer wieder knapp. Eine Studie im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) zeigt, dass 35 Prozent der Befragten in den letzten zwölf Monaten Probleme oder Engpässe beim Arzneimittelkauf hatten. 17 Prozent stimmten der Frage voll und 18 Prozent eher zu.

Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage des Verbands im Juni 2022 waren es damals insgesamt erst 18 Prozent. Für die aktuelle Studie wurden im April gut 1000 Menschen repräsentativ befragt. 65 Prozent gaben an, sie hätten keine oder eher keine Schwierigkeiten erlebt.

Unter den Altersgruppen waren vor allem die 30- bis 39-Jährigen (insgesamt 42 Prozent) sowie große Haushalte mit mindestens drei Personen (ca. 46 Prozent) betroffen, vermutlich aufgrund von Kindern im Haushalt. Während ältere Menschen mit chronischen Krankheiten vermehrt Probleme mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln hatten, hatten jüngere Menschen vor allem Schwierigkeiten mit rezeptfreien Medikamenten, so die Studie.

In letzter Zeit gab es Engpässe bei Fiebersäften für Kinder, Antibiotika, Krebsmedikamenten und Blutdrucksenkern. Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Hans-Peter Hubmann, kritisierte kürzlich die „katastrophale“ Liefersituation von Antibiotika, die lebenswichtige Arzneimittel sind.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verzeichnet derzeit 483 Meldungen über Lieferengpässe bei rund 100.000 zugelassenen Arzneimitteln in Deutschland. Die Behörde weist jedoch darauf hin, dass es für viele knappe Medikamente Alternativen gibt.

Laut der BAH-Umfrage können die Probleme meist in der Apotheke gelöst werden: Fast 40 Prozent der Betroffenen gehen mit zeitlicher Verzögerung erneut zur Apotheke, um das gewünschte Medikament abzuholen. 31 Prozent erhalten ein anderes Medikament. In 7 Prozent der Fälle muss ein neues Rezept für ein anderes Medikament ausgestellt werden.

Die Bundesregierung ergreift mehrere Maßnahmen im Kampf gegen knappe Arzneimittel. Größere Herstellervorräte sollen als Puffer dienen, um kurzfristige Störungen in der Lieferkette oder kurzzeitigen Mehrbedarf abzufangen. Es sind auch neue Preisregeln geplant, um Lieferungen nach Deutschland für Hersteller attraktiver zu machen.

Die Pharmabranche sieht dies jedoch nicht als ausreichend an. Insbesondere Hersteller von patentfreien Arzneimitteln beklagen hohen Kostendruck und zu geringe Erstattungen bei Arzneimitteln bei gleichzeitig umfangreicher Preisregulierung.

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Wie Paracetamolsaft für Kinder knapp wird https://orderdevil.de/2023/05/29/wie-paracetamolsaft-fuer-kinder-knapp-wird/ https://orderdevil.de/2023/05/29/wie-paracetamolsaft-fuer-kinder-knapp-wird/#respond Mon, 29 May 2023 11:22:07 +0000 https://orderdevil.de/?p=397 […]]]> Chronischer Engpass bei Paracetamolsaft: Wie Apotheken unterschiedlich mit der Knappheit umgehen

Berlin – Die Lieferprobleme bei vielen Arzneimitteln sind längst kein Geheimnis mehr. Viele Apotheken müssen sich täglich mit der Frage beschäftigen, wie sie ihre Patient:innen versorgen können, wenn die gewünschten Präparate nicht lieferbar sind. Besonders betroffen sind Medikamente für Kinder, wie zum Beispiel Paracetamolsaft. Dieser wird häufig bei Fieber und Schmerzen eingesetzt, ist aber seit Monaten nur schwer zu bekommen. Wie kommt es zu dieser Situation und wie gehen die Apotheken damit um?

Die Gründe für die Lieferengpässe sind vielfältig und oft nicht transparent. Es kann an Rohstoffmangel, Produktionsausfällen, Qualitätsmängeln oder logistischen Schwierigkeiten liegen. Manchmal ist auch die Nachfrage einfach höher als das Angebot, zum Beispiel in der Erkältungszeit oder während einer Pandemie. Die Hersteller sind zwar verpflichtet, die Lieferunfähigkeit zu melden, aber nicht immer werden die Ursachen oder die voraussichtliche Dauer der Engpässe bekannt gegeben.

Für die Apotheken bedeutet das einen enormen Mehraufwand und Stress. Sie müssen ständig nach Alternativen suchen, mit den Großhändlern und den Herstellern verhandeln, die Patient:innen beraten und informieren, Rezepte umschreiben lassen oder auf andere Apotheken verweisen. Dabei gibt es keine einheitliche Regelung, wie die knappen Arzneimittel verteilt werden. Jeder Großhändler und jeder Hersteller hat sein eigenes System, oft basierend auf dem Bestellverhalten der Apotheken.

Das führt dazu, dass manche Apotheken mehr Glück haben als andere und an größere Mengen von Paracetamolsaft kommen. Ein Filialleiter berichtet, dass er durch frühzeitiges Bestellen rund 2000 Packungen erhalten hat. Er sieht darin kein Problem, sondern eine Geschäftsstrategie. „Ich nutze nur die Möglichkeiten, die mir der Markt bietet“, sagt er. „Außerdem profitieren davon auch die Patient:innen, die wissen, dass sie bei uns fündig werden.“

Andere Apotheken sehen das anders. Sie kritisieren das Verhalten als egoistisch und unfair. Sie fordern eine solidarische Lösung, bei der alle Apotheken gleichmäßig beliefert werden und sich gegenseitig unterstützen. Sie weisen darauf hin, dass Paracetamolsaft ein verschreibungspflichtiges Medikament ist und nur nach ärztlicher Anweisung abgegeben werden darf. Sie befürchten auch, dass eine Hortung von Arzneimitteln zu einem noch größeren Mangel führen könnte.

Die Situation ist also komplex und schwierig zu lösen. Es braucht mehr Transparenz und Kommunikation zwischen allen Beteiligten sowie eine bessere Planung und Überwachung der Arzneimittelversorgung. Bis dahin müssen die Apotheken weiterhin kreativ und flexibel sein, um ihren Patient:innen zu helfen.

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